Es geht zwar nur um 12.000 Arbeitnehmer. Doch die können den Containerumschlag in den Häfen lahmlegen – und damit die zentralen Drehscheiben für Im- und Export der deutschen Wirtschaft. Und genau das droht nun.
Verdi ist mit einem Forderungspaket angetreten, das nach eigener Aussage je nach Lohngruppe bis zu 14-prozentige Entgelterhöhungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten bedeuten würde. Der ZDS hat nach mehrfachen Nachbesserungen zuletzt ein „finales Angebot“ auf den Tisch gelegt, dass der Verband für Containerbetriebe mit einem Volumen von bis zu 12,5 Prozent beziffert, und für konventionelle Betriebe mit 9,6 Prozent, allerdings bei einer Laufzeit von 24 Monaten.
Besonders umstritten ist, wie es bei einer zweijährigen Laufzeit 2023 weitergehen soll. Verdi strebt Sonderkündigungsklauseln an, um den für das kommende Jahr angebotenen Erhöhungsschritt gegebenenfalls nachverhandeln zu können. Dazu hat der ZDS am Mittwoch nach eigener Aussage einen Kriterienkatalog vorgeschlagen, über den sich beide Seiten aber nicht einigen konnten.Im Detail sollen laut ZDS die Stundenlöhne rückwirkend ab Juni um 1,20 Euro steigen.
Verdi-Verhandlungsführerin Schwiegershausen-Güth kritisierte, das aktuelle Angebot sei „in der Betrachtung aller Komponenten noch immer ungenügend“. Es verteile das Risiko der Preisentwicklung insbesondere im zweiten Jahr einseitig auf die Schultern der Beschäftigten.