Mitarbeiter der Rheinbahn mit Verdi-Fahnen gehen über die Gleise vor ihren still stehenden Bahnen
Verdi hat die Beschäftigten zahlreicher Nahverkehrsunternehmen in NRW erneut zum Warnstreik aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Auch Fridays for Future streikt mit.
Wer nächste Woche in NRW Busse und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr nutzen will, muss sich für Donnerstag und Freitag womöglich nach Alternativen umsehen. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag erneut viele Beschäftigte im Öffentlichen Personennahverkehr zum landesweiten Warnstreik aufgerufen. Der zweite landesweite Streik-Tag in NRW ist nicht zufällig der 1. März. An dem Tag soll es auch wieder Klimastreiks geben, zu denen die Initiative Fridays for Future aufgerufen hat. In anderen Bundesländern beginnt Verdi seinen"Wellen-Streik" bereits am Montag. Aber längst nicht alle Verkehrsunternehmen sind betroffen. Vom Streik ausgenommen sind zum Beispiel die Regionalzüge der Deutschen Bahn, also RE-, RB- und S-Bahn-Linien. Wie schon beim vorangegangenen Warnstreik am 15. Februar gilt außerdem für folgende und weitere Unternehmen der Streik-Aufruf nicht: ASEAG , RVK , RSVG , OVAG und die WVG-Gruppe . Die Liste der Verkehrsunternehmen, bei denen Streiks wahrscheinlich sind, ist allerdings lang.Hintergrund des zweitägigen Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 30.000 Beschäftigten im kommunalen ÖPNV in NRW sowie weiteren Bundesländern.In NRW startet der Streik bereits am Donnerstag den 29. Februar, der bundesweite Hauptstreiktag ist jedoch der 1. März. Dieser ist ebenfalls der Termin für den nächsten bundesweiten Klimastreik von Fridays for Future. Zufall? Nein. Denn: Fridays for Future hat sich bereits in den letzten Monaten mit Beschäftigten des ÖPNV zusammengetan und unter dem Namen"Wir Fahren Zusammen" ein Bündnis gebildet. Bereits Anfang Februar hatte die Gewerkschaft Verdi im Zuge der Tarifverhandlungen bundesweit zu Streiks im Nahverkehr aufgerufen. Im Rahmen der Kampagne"Wir Fahren Zusammen" hatte Fridays for Future die Streikposten in 80 Städten mitbesetzt. Der Ausbau und die verstärkte Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ist ein wichtiger Aspekt für das erreichen der Klimaziele. Daher erscheint es erstmal absurd, dass sich Fridays for Future für die Streiks einsetzt, die natürlich auch zur Folge haben, dass viele Menschen den ÖPNV an diesen Tagen nicht nutzen können - auch wenn sie es eigentlichen wollten. Fridays for Future verweist jedoch auf die Mängel im ÖPNV und darauf, dass wir für die Verkehrswende einen verlässlichen Nahverkehr brauchen - sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Das Ziel der Kampangne"Wir Fahren Zusammen" ist dabei eine sozial gerechte Verkehrswende. "Die Konsequenzen bekommen wir alle zu spüren: Fahrtausfälle, überfüllte Busse und Linienstreichungen sind Alltag. Klar ist: ohne bessere Arbeitsbedingungen wird es keinen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs geben. Deshalb ist dieser Streik auch ein Klimastreik", erklärt Amadeo Kaus von Fridays for Future.Die Arbeitgeber im ÖPNV haben sich darauf geeinigt, keine öffentliche Stellungnahme zu den bevorstehenden Streiks zu geben. Bislang gab es auch noch keinen offiziellen Streikaufruf - dieser wird am Freitag erwartet. Dann werden die Unternehmen ihre Kunden auch über Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr und eventuelle Fahrplanänderungen infolge des Streiks informieren., die Sie so durch den Tag in NRW begleitet, dass Sie jederzeit mitreden können? Die App WDR aktuell bietet Ihnen dafür immer die passenden Nachrichten. | Welche Nachrichten sind heute wichtig? Was musst du wissen, um mitreden zu können? Wir haben die Themen des Tages im Blick und stehen ziemlich früh auf, um sie dir zum Frühstück, im Bad oder auf dem Weg zur Arbeit zu servieren. Kompakt in um die 20 Minuten. Um 06:30 Uhr sortieren dir Caro, Matthis, Lisa, Robert, Minh Thu, Flo oder Jan den Tag. Sie erklären und diskutieren, damit du danach weißt, was heute los ist. Du willst uns was sagen? Schreib eine Mail an 0630@wdr.de. Oder schick uns eine Nachricht an 0151 15071635. | Hier gibt's Kolumnentexte, an denen Sie sich reiben können. Wir sind keine Wahrheitsaposteln, sondern Diskussionskatalysatoren. Lassen Sie uns in den Austausch gehen. | Lokalzeit.de steht für die Menschen, die unser vielfältiges NRW mit ihren inspirierenden Ideen prägen. Aus dem Rheinland, Ruhrgebiet oder Westfalen. |
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