Im Duell zweier unerklärlicher Teams verspielt Bremen in Berlin eine 2:0-Führung. Trainer Kohfeldt wirkt ratlos angesichts der nächsten Enttäuschung - und die Lage wird immer bedrohlicher. Von elcaceres BSCSVW
Eine Kopfsache war das nicht, beteuerte Kohfeldt, und er deutete mehr als nur an, dass es ein paar fußballspezifische Gründe für den schleichenden Abschied der Bremer aus einer Partie gab, die sie eigentlich schon gewonnen zu haben schienen.
Und dennoch: dass Mentalität auch eine Rolle spielen kann, konnte man am Samstag auch lernen. Weil es im Dress der Berliner einen Spieler gab - einen einzigen -, der gegen die Niederlage aufbegehrte: Mateus Cunha, 20. Dass der brasilianische Stürmer in der ersten Halbzeit zwei Mal ohne Fortune aufs Tor, war das einzige Lebenszeichen der Hertha. Und ein immens wichtiges. Denn wer weiß, ob Hertha das Glück ohne ihn hätte zwingen können. Wobei: Glück? Der Anschlusstreffer der Hertha kam durch das probateste Mittel zustande, das es in dieser Saison gibt, um Werder zu schaden: eine Standardsituation. Diesmal geschah es nach 41 Minuten: Nach einem Freistoß von Marvin Plattenhardt jagte Stark den Ball per Kopf ins Netz des Werder-Tores, das wegen der Verletzung von Stammkeeper Pavlenka von Stefanos Kapinos gehütet werden musste. Es war das 19. Standard-Gegentor der laufenden Saison. In der zweiten Halbzeit belohnte Cunha dann sich selbst und die Hertha. Kapinos konnte einen Schuss von Maximilian Mittelstädt nur mit den Fäusten abwehren, den Nachschuss drosch Cunha mit vollem Risiko aus 15 Metern ins Tor. "Wir müssen mit dem einen Punkt leben, für uns sind es trotzdem zwei verlorene Punkte", meinte Kohfeldt:"Drei Punkte hätten uns sehr, sehr gut getan." Und ein wenig konnte er gar noch von Glück reden, dass es den Videoschiedsrichter gibt. Denn kurz vor dem Ende wurde eine Fehlentscheidung von Referee Guido Winkmann korrigiert. Winkmann hatte einen Handelfmeter dekretiert, der vermeintliche Übeltäter Moisander aber hatte den Ball sehr nah am Körper gehabt. Und doch reicht das Resultat, um die Lage für Werder immer bedrohlicher erscheinen zu lassen. Wegen des Ausfalls der Partie vom vergangenen Wochenende gegen Eintracht Frankfurt wird Werder nach diesem Wochenende weiterhin ein Spiel weniger haben als die Konkurrenz. Aber: Der Nichtabstiegsplatz 15 wird nach dem Sonntag mindestens sieben Punkte entfernt sein. Die direkte Rettung sei dennoch möglich, beteuerte Kohfeldt auch am Samstag."Ich halte es nach wie vor nicht für ausgeschlossen", sagte er. Und wenn nicht? Müsse man den Klassenerhalt über die Relegation bewerkstelligen:"Wenn es notwendig ist, machen wir es darüber." Aber dafür muss der Vorletzte Werder erst mal Tabellenplatz 16 erklimmen.
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