Im WDR-Hörspiel „Forever Club“ bleiben Jugendliche in ihrer Entwicklung stecken. Sie haben aber auch weder Smartphone noch Internet.
Drogen, Diebstahl und Krach mit der Mutter: Bei der Außenseiterin Mica läuft einiges schief. Zur Strafe muss sie aufs Internat in die bayerische Provinz. Die Geschichte von „Forever Club“ wurde häufig erzählt und könnte auch vor einigen Jahrzehnten erschienen sein. Der Eindruck wird dadurch erschwert, dass Smartphones und Internet aus der Geschichte verbannt werden. Abgesehen davon überzeugt das Hörspiel.
Micas Zimmernachbarin macht ihr das Leben zur Hölle. Die 17-Jährige bleibt allein, bis sie eine Gruppe aus vier Freund*innen trifft, die sie aufnimmt. Die lieben 90er-Musik und betrinken sich mit Berentzen Saurer Apfel. Schnell ahnen die Zuhörer*innen, dass in dieser Mystery-Serie etwas nicht stimmt: Micas Freund*innen sind längst tot, bei einem Verkehrsunfall kurz vor ihrem Abschluss ums Leben gekommen. Aber Mica weiß davon nichts. Sie hinterfragt das merkwürdige Verhalten der Gruppe nicht, zu sehr ist sie auf die Nähe und das Zugehörigkeitsgefühl angewiesen.
Mica kann die vier Freund*innen sehen, mit ihnen reden, sie berühren, was besonders im Fall von Alek für beide dann doch recht wichtig wird. Und nur durch Mica können die vier selbst wieder begrenzt teilnehmen an der Welt: Gegenstände berühren, die nicht aus ihrer eigenen Vergangenheit stammen, oder mit der vereinsamten und verrückten Mutter kommunizieren.Gefangen in der Provinz Doch sie sind gefangen in ihrem Alter und gefangen in der Provinz.
Autorin und Regisseurin Jette Volland gelingt hier eine spannende und schmerzhafte Geschichte über die Notwendigkeit von Freund*innenschaft und Erwachsenwerden. Und darüber, was passiert, wenn einem diese Möglichkeit geraubt wird.
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