Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) stellt am Montag die Vermittlung von Krankentransporten für Patienten ein – wegen „der hohen Belastungssituation“.
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Konkret geht es um 17.000 Krankentransporte im Jahr für Patienten, die in einer Klinik behandelt werden müssen, nicht eigenständig dorthin kommen oder einen Transport selbst organisieren können. Die Transporte wurden bislang von der KV-Leitstelle vermittelt. Unter der Telefonnummer 116117 berät der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst oder schickt einen Arzt zum Hausbesuch. Je nach Lage wird ein Krankentransport angeordnet.
Die KV telefonierte dazu 96 Transportunternehmen einzeln ab, eine zentrale Krankentransportleitstelle gibt es nicht. Die Krankenkassen honorieren die Vermittlung nicht. Bislang sprang die Feuerwehr nur ein, wenn kein Transport gefunden wurde oder es doch Notfälle waren. In den vergangenen drei Jahren waren es zwischen 340 und 1340 solcher Krankentransporte.Die bisherige Vermittlung der knapp 47 Krankentransporte pro Tag ist laut KV-Vorstand eine freiwillige Serviceleistung.
Seit Weihnachten laufen Gespräche von Senat, Krankenkassen, Feuerwehr und Firmen darüber, wie der Rückzug der KV kompensiert werden kann. Die KV spricht von guten Lösungsansätzen, laut Gesundheitssenatorin Gote steht der DRK-Landesverband bereit, eine Leitstelle aufzubauen. Gote und auch die Krankenkassen finden, dass Spranger das festzurren muss. Die Innensenatorin sieht das nicht als ihre Aufgabe an.
DFeuG-Landeschef Lars Wieg sagte, der Rettungsdienst sei „eine Art Rückfallebene, eine Hilfszuständigkeit“. Das befreie die Kassen nicht davon, die Versorgung zu organisieren und zu finanzieren. Die mehr als 90 gesetzlichen Krankenversicherungen „sollten sich im Sinne des Gemeinwohls zusammenreißen und eine entsprechende Vermittlung zentral einrichten“, sagte Wieg.
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