Werder Bremen kassiert eine 0:7-Niederlage im Testspiel in Enschede. Felix Agu und Niklas Stark müssen verletzungsbedingt früh vom Platz. Trainer Thioune besorgt.
Werder Bremen hat am Samstag im Testspiel beim FC Twente Enschede eine deutliche 0:7-Niederlage kassiert. Die Partie geriet für die Bremer zu einem Debakel, denn neben dem deutlichen Ergebnis musste Trainer Daniel Thioune auch zwei verletzungsbedingte Ausfälle hinnehmen. Felix Agu, der nach langer Pause wegen Wadenproblemen sein Comeback geben sollte, musste bereits nach 41 Minuten den Platz verlassen. Auch Niklas Stark, der seit der vergangenen Saison mit Hüftproblemen zu kämpfen hat, war schon nach 33 Minuten für ihn beendet.
Rückschlag für Felix Agu
Das Testspiel in Enschede sollte für Felix Agu das lang erwartete Comeback nach über zwei Monaten Pause werden. Doch der Auftritt des 27-Jährigen auf der linken Außenbahn endete vorzeitig. Kurz vor der Halbzeit signalisierte Agu dem Trainer, dass er nicht weiterspielen könne. Thioune zeigte sich nach der Partie sichtlich besorgt: Er habe das Signal von Agu erhalten, dass dieser nicht mehr in der Lage gewesen sei, weiterzuspielen. Genauere Informationen lägen noch nicht vor, es sehe aber nicht gut aus. Thioune vermutete, dass es sich wieder um muskuläre Probleme handeln könnte. Man habe Agu gerne bis zur Halbzeit gebracht, doch dazu sei er nicht mehr in der Lage gewesen.
Für Agu ist es nach der langen Ausfallzeit ein erneuter Rückschlag. Nach über zwei Monaten Pause war eine gewisse Vorsicht nachvollziehbar, doch nun ist offen, ob dem Kurz-Comeback eine baldige Fortsetzung oder eine längere Pause folgt. Der 27-Jährige war eigentlich als Option für die linke Außenbahn eingeplant und sollte nach seiner Wadenverletzung wieder an die Mannschaft herangeführt werden.
Auch Niklas Stark muss früh raus
Neben Agu musste auch Innenverteidiger Niklas Stark bereits nach 33 Minuten vom Feld. Stark plagen seit der vergangenen Saison Hüftprobleme und wurde in Enschede vorsichtig aufgebaut. Thioune erklärte, man habe bei ihm zunächst reservierter an die Partie herangehen wollen. Er glaube, dass Stark mehr im Tank habe, aber es gehe darum, ihn kontinuierlich aufzubauen. Um weiterhin eine Kaderoption zu sein, müsse Stark jedoch in der Lage sein, länger spielen zu können.
Letztmals in der Startelf stand der Innenverteidiger und ehemalige Stammspieler im April beim 1:1 in Stuttgart. Seitdem ist es für Stark ein langer Weg zurück. Die Hüftprobleme haben ihn immer wieder zurückgeworfen, und auch in Enschede konnte er nicht wie erhofft durchspielen. Für Werder Bremen ist die Personalsituation in der Defensive damit weiter angespannt.
Testspiel wird zum Debakel
Die 0:7-Niederlage against den FC Twente Enschede war bereits der vierte Test in der Vorbereitung. Die deutliche Pleite dürfte die Stimmung bei Werder Bremen zusätzlich trüben. Neben den verletzungsbedingten Ausfällen von Agu und Stark zeigte die Mannschaft auch spielerisch eine schwache Leistung. Trainer Thioune wird in den kommenden Tagen analysieren müssen, wie die Mannschaft sich stabilisieren kann.
Die beiden Verletzungen werfen zudem Fragen für die Kaderplanung auf. Sollten Agu und Stark länger ausfallen, könnte Werder Bremen auf dem Transfermarkt aktiv werden müssen. In der laufenden Vorbereitung sind die Bremer bereits mit einigen Ausfällen konfrontiert. Die kommenden Tage werden zeigen, wie schwerwiegend die Verletzungen sind und ob die beiden Spieler rechtzeitig zum Saisonstart wieder zur Verfügung stehen.
Für Felix Agu ist es besonders bitter. Nach der langen Wadenverletzung wollte er sich zurückkämpfen und dem Team helfen. Nun droht eine erneute Zwangspause. Auch für Niklas Stark geht es darum, fit zu bleiben und dem Team als erfahrener Innenverteidiger zur Seite zu stehen. Die kommenden Untersuchungen werden Aufschluss über die genaue Diagnose geben.
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