Die Eisheiligen treffen in diesem Jahr auf die Himmelfahrtswoche. Stehen uns kalte Tage bevor? Was ist dran an der alten Bauernregel.
Die Eisheiligen treffen in diesem Jahr auf die Himmelfahrtswoche. Stehen uns kalte Tage bevor? Was ist dran an der alten Bauernregel. Die Eisheiligen vom 11. bis 15.
Mai dürften in diesem Jahr ihrem Ruf als Kälteperiode nur bedingt gerecht werden. Sowohl das europäische Wettermodell ECMWF als auch der amerikanische Wetterdienst NOAA prognostizieren für die betreffende Woche Temperaturen, die zwei bis drei Grad über dem langjährigen Mittel liegen. Bei der Vorhersage für den Vatertag am 14. Mai gehen die Berechnungen jedoch auseinander.
Während das europäische Modell zu kühleren Werten neigt, rechnen die amerikanischenDominik Jung, Meteorologe beim Portal wetter.net, gibt trotz der insgesamt freundlichen Aussichten keine komplette Entwarnung. Ein flächendeckender Kaltlufteinbruch mit verbreiteten Nachtfrösten sei nach derzeitigem Stand zwar nicht zu erwarten, lokale Frostereignisse könnten jedoch nicht ausgeschlossen werden. Besonders in Senken, Tälern und auf offenen Flächen sei die Gefahr von Bodenfrost gegeben – vor allem in klaren Nächten, in denen die Wärme ungehindert abstrahle.
Der Deutsche Wetterdienst ordnet die Eisheiligen als sogenannte meteorologische Singularität ein. Damit sind Witterungsregelfälle gemeint, die zu bestimmten Zeiten im Jahr auftreten und vom vorherrschenden Wetter abweichen. In den vergangenen Jahrzehnten registrierte derim Zeitraum vom 11. bis 15. Mai immer wieder Kaltlufteinbrüche mit nächtlichen Frösten.
Eine stabile Frühlingswitterung stellt sich häufig erst danach ein. Die Ursache liegt in den Temperaturunterschieden zwischen Süd- und Nordeuropa im Frühjahr. Während sich die Landflächen im Süden durch die zunehmende Sonneneinstrahlung rasch erwärmen, herrschen im Norden Europas oft noch kalte Verhältnisse. Je nach Lage von Hoch- und Tiefdruckgebieten gelangt Deutschland entweder in eine nördliche Strömung mit Polarluft oder in eine südliche mit milderen Werten.
Die Namen der Eisheiligen – in einigen Regionen auch „gestrenge Herren“ oder „Eismänner“ genannt – gehen auf Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert zurück: Mamertus , Pankratius , Servatius , Bonifatius und die Kalte Sophie . Mit dem tatsächlichen Wettergeschehen haben diese historischen Persönlichkeiten allerdings keinen Bezug. Die Bauernregel „Pflanze nie vor der kalten Sophie“ hält viele
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