Die Sperrung der wichtigen Herrenseebrücke Ende vergangenen Jahres kam unerwartet. Wiederholt wurde geprüft, Sensoren wurden angebracht. Nun rollt der Verkehr wieder - mit Einschränkungen.
Die Sperrung der wichtigen Herrensee brücke Ende vergangenen Jahres kam unerwartet. Wiederholt wurde geprüft, Sensoren wurden angebracht. Nun rollt der Verkehr wieder - mit Einschränkungen. Waren - Nach fast einem Jahr ist die wichtige Herrensee brücke in Waren an der Müritz wieder für den Verkehr freigegeben worden.
Zunächst gilt laut Stadt eine Begrenzung für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen und einer maximalen Fahrzeughöhe von 3,30 Metern. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke nur auf einer Seite passieren. Die Brücke war Ende vergangenen Jahres unerwartet gesperrt worden. Bei einer Brückenprüfung hatten Ingenieure Risse entdeckt.
Es folgten weitere Untersuchungen. Sensoren wurden zur Überwachung des Bauwerks angebracht. Im August erfolgten Belastungstests. Ein Gutachten kam laut Stadt zu dem Schluss, dass die Brücke grundsätzlich wieder freigegeben werden kann.
Wie lange das so bleibt, ist jedoch unklar.
"Kein Experte legt sich fest", sagte Warens Bürgermeister Norbert Möller dem NDR. Hielten sich aber alle Verkehrsteilnehmer an die Vorgaben, sei mit etwa zehn Jahren zu rechnen.
"Wir haben auf jeden Fall ein Zeitfenster, um einen Neubau wie auch immer entsprechend vorzubereiten", sagte Möller. Nach der Sperrung war über einen möglichen Abriss sowie einen Neubau diskutiert worden. Ein Brückenneubau oder auch eine aufwendige Sanierung sei über den laufenden Haushalt nicht abbildbar, hieß es Anfang des Jahres von der Stadt. Die Kosten würden sich demnach in zweistelliger Millionenhöhe bewegen.
Die Brücke wurde den Angaben zufolge in den Jahren 1974 bis 1976 gebaut und überspannt die Bundesstraße 192 und die Gleisanlage der Strecke Rostock-Berlin. In den Jahren 1997 bis 1999 fanden demnach Erhaltungsmaßnahmen statt. Die Brücke bindet den nördlichen Teil der Stadt an.
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