Starkregen und Hochwasser werden zum Risiko. Wer sich nur auf den Standardschutz durch die Elementarversicherung verlässt, bleibt oft auf Kosten sitzen.
Starkregen und Hochwasser werden zum Risiko. Wer sich nur auf den Standardschutz durch die Elementarversicherung verlässt, bleibt oft auf Kosten sitzen.gehören inzwischen immer häufiger zur Realität.
Wetterextreme nehmen zu, und aus einem scheinbar normalen Gewitter kann innerhalb kurzer Zeit ein Schadenereignis mit enormen Folgen entstehen. Viele Eigentümer fühlen sich dennoch ausreichend abgesichert, weil sie eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben. Genau hier entsteht jedoch häufig ein gefährlicher Irrtum. Denn nicht jeder Wasserschaden und nicht jedes Naturereignis fällt automatisch unter den Basisschutz.
, Gründer von „Versicherungen mit Kopf“, ist ein führender Experte in der Versicherungsbranche mit über 850.000 Followern auf Social Media. Er ist Teil unseres ExpertennetzwerksMit Leitungswasser ist jedoch nur Wasser gemeint, das bestimmungswidrig aus Rohren oder fest installierten Anlagen austritt. Dazu zählen etwa Schäden durch:Auch Sturm- und Hagelschäden gehören normalerweise zum Basisschutz der Wohngebäudeversicherung.
Allerdings gelten klare Voraussetzungen. Ein Sturm liegt versicherungsrechtlich meist erst ab Windstärke 8 vor. Das entspricht mindestens 62 Kilometern pro Stunde. Wird durch einen solchen Sturm beispielsweise das Dach beschädigt oder werden Ziegel abgedeckt, übernimmt die Versicherung in der Regel den Schaden.
Anders sieht es aus, wenn Regen durch ein bereits marodes Dach eindringt, ohne dass ein versichertes Sturmereignis vorlag. Auch langsam eindringende Feuchtigkeit ohne konkreten Sturm ist in der Regel nicht vom Basisschutz umfasst. Besonders Starkregen entwickelt sich zunehmend zu einem großen Risiko. Wenn die Kanalisation Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann, dringt Wasser häufig von unten in Keller oder Souterrainbereiche ein.
Die finanziellen Folgen können erheblich sein. Ein vollgelaufener Keller verursacht schnell Schäden zwischen 30.000 und 80.000 Euro – vor allem, wenn Heizung, Elektrik oder Dämmung betroffen sind. Wetterereignisse werden unberechenbarer. Auch Regionen, die früher nicht als klassische Hochwassergebiete galten, sind zunehmend von Starkregen und Überflutungen betroffen.
Versicherer reagieren darauf mit strengeren Risikoprüfungen. In besonders gefährdeten Gebieten steigen die Beiträge deutlich oder Elementarschutz wird nur noch mit hohen Selbstbeteiligungen angeboten. Wer bisher keinen solchen Schutz vereinbart hat, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass ein späterer Abschluss jederzeit problemlos möglich sein wird. Wenn die Kanalisation bei Starkregen überlastet ist, kann Wasser über Bodenabläufe, Toiletten oder andere Anschlüsse zurück ins Haus gedrückt werden.
Selbst wenn eine Elementarschaden-Klausel besteht, leisten viele Versicherer nur unter bestimmten Voraussetzungen. Häufig verlangen sie eine funktionierende Rückstausicherung. Fehlt diese, kann die Leistung gekürzt oder sogar verweigert werden.
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