Ein Wohnungstausch erfordert die Zustimmung der Vermieter und eine sorgfältige Regelung von Mietverträgen, Kautionen und Wohnungszuständen, um rechtliche Risiken zu vermeiden.
Ein Wohnungstausch kann die Suche nach einem neuen Zuhause erleichtern, etwa bei Familienzuwachs, einem Jobwechsel oder dem Wunsch nach weniger Wohnfläche. Rechtlich ist der Wechsel jedoch an einige Bedingungen geknüpft.
Wohnungstausch und Mietverträge
Vor allem Vermieter, Mietvertrag und mögliche Altlasten spielen eine wichtige Rolle. Über Tauschportale finden Mieter andere Wohnungssuchende, deren Zuhause zu den eigenen Bedürfnissen passt. Dabei wechseln aber nicht automatisch die bestehenden Mietverträge ihre Inhaber. Nach Angaben von Rechtsanwältin werden häufig die alten Verträge beendet und neue abgeschlossen.
Alternativ kann ein Mieter mit Zustimmung des Vermieters in einen laufenden Vertrag aufgenommen werden. Grundsätzlich könne der Vermieter einen Tausch verweigern, schließlich erhält er einen neuen Vertragspartner. Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch auf den Wechsel gibt es nicht. Etwas anderes kann sich aus dem Mietvertrag oder unter besonderen Voraussetzungen ergeben, etwa bei Wohngemeinschaften mit erkennbar wechselnden Bewohnern.
Dürfen auch Miethöhe und weitere Konditionen neu festgelegt werden, soweit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Wer dagegen einen bestehenden Vertrag übernimmt, übernimmt alle Rechte und Pflichten des bisherigen Mieters. Stimmt einer der Vermieter nicht zu, kommt der geplante Tausch normalerweise nicht zustande. Deshalb sollte der bisherige Mietvertrag keinesfalls vorschnell gekündigt werden.
Kündigung, Kaution und Wohnungszustand
Eine bereits ausgesprochene Kündigung kann der Mieter nicht einfach allein zurücknehmen. Auch ein eigenmächtiger Schlüsseltausch löst das Problem nicht. Der Vertragspartner des Vermieters bleibt zunächst der bisherige Mieter und damit auch für Zahlungen verantwortlich. Bei einem neuen Vertrag wird die bisherige Kaution abgerechnet und gegebenenfalls eine neue hinterlegt.
Bei einer Vertragsübernahme sollten Kaution und Wohnungszustand ausdrücklich geregelt werden. Vorhandene Schäden, Einbauten und Umbauten sollten sorgfältig dokumentiert werden, ansonsten muss der neue Mieter später womöglich für Rückbauten zahlen.
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