Rookie Nicolo Bulega pulverisiert mit seiner Ducati den Rundenrekord - Alvaro Bautista mit 1,7 Sekunden Rückstand - Drei BMW-Piloten in den Top 6
Rookie Nicolo Bulega pulverisiert mit seiner Ducati den Rundenrekord - Alvaro Bautista mit 1,7 Sekunden Rückstand - Drei BMW-Piloten in den Top 6 - Der erste große Vorsaison-Test der Superbike-WM-Saison 2024 hielt einige Überraschungen bereit.
Ducati-Werkspilot Nicolo Bulega holte sich an beiden Tagen die Bestzeit und torpedierte mit seiner 1:37.809er-Zeit am Donnerstag die bestehenden Rundenrekorde. Schlussendlich war Bulega mehr als eine halbe Sekunde schneller als der Rest des Feldes.Die Piloten fanden erneut sehr gute Testbedingungen vor und konnten viele Erfahrungen sammeln. Zu Beginn des zweiten Testtages gab Yamaha-Pilot Andrea Locatelli das Tempo vor. Der Italiener führte die Wertung lange Zeit mit einer 1:39.255er-Runde an. Damit zeigte Locatelli eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Mittwoch, den er außerhalb der Top 10 abschloss. Noch vor dem Mittag übernahm Nicolo Bulega mit einer absoluten Fabelzeit die Spitze. Der WSBK-Rookie umrundete den Circuito de Jerez in 1:37.809 Minuten und unterbot damit den Alltime-Rundenrekord von Jonathan Rea deutlich. Bulege stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass die Mittwochs-Bestzeit kein einmaliger Ausreißer nach oben war. Philipp Öttl war am Vormittag ebenfalls schnell unterwegs. Bei seiner Zeitenjagd mit der für ihn neuen Yamaha R1 umrundete der Deutsche den Kurs in 1:39.039 Minuten und schob sich auf die zweite Position.Wenig später gingen auch Jonathan Rea und Toprak Razgatlioglu auf Zeitenjagd und reihten sich zwischen Bulega und Öttl auf den Positionen zwei und drei ein. Andrea Iannone schob sich am Nachmittag auf die vierte Position. Der Italiener fuhr einige schnelle Runden, kam dann aber im ersten Sektor zu Sturz. Dabei blieb der"Maniac" unverletzt. Den Donnerstagnachmittag nutzten viele Teams für Longruns, um das Fahren mit gebrauchten Reifen zu simulieren. Zwischen den unterschiedlichen Pirelli-Reifenmischungen gibt es große Unterschiede. Zudem lassen die Rundenzeiten mit gebrauchten Reifen schnell nach. Entsprechend vorsichtig sollte man bei der Interpretation der Rundenzeiten sein. In der finalen Stunde versuchten einige Fahrer noch einmal, auf Zeitenjagd zu gehen. Garrett Gerloff und Sam Lowes schoben sich in die Top 6. Kurz vor dem Ende des Tests überraschte Scott Redding vom Bonovo-Team mit der drittschnellsten Zeit und war damit bester BMW-Pilot.Verkehrte Welt bei Ducati: Im Vorjahr war Alvaro Bautista für 27 der 28 Ducati-Laufsiege verantwortlich. Die physischen Probleme auf Grund des Teststurzes im November und das neue kombinierte Mindestgewicht bereiten dem Weltmeister aktuell aber einige Schwierigkeiten. Teamintern zog Bautista klar den Kürzeren.Andererseits ging Rookie Bulega im Gegensatz zu Bautista mehrfach auf Zeitenjagd und verwendete dafür die extraweiche SCQ-Reifenmischung, mit der deutlich schnellere Rundenzeiten möglich sind als mit den Mischungen, die in den Rennen verwendet werden. Dennoch ist Bulegas Rundenzeit vom zweiten Testtag mehr als beeindruckend. Der italienische Shootingstar unterbot nicht nur die Polezeit von Bautista aus dem Vorjahr sondern pulverisierte auch den Alltime-Rundenrekord aus der Saison 2019.Und auch die Kunden-Ducatis waren beim Test schnell. GoEleven-Ducati-Pilot Andrea Iannone bestätigte die starke Form der vergangenen Testtage. Als Fünfter war der ehemalige MotoGP-Pilot zweitbester Ducati-Fahrer. Dass er nach seiner vierjährigen Dopingsperre so schnell ist, überraschte Iannone selbst. Rookie Sam Lowes ging in der finalen Stunde auf Zeitenjagd und kam bis auf eine Sekunde an die Bestzeit heran. Der ehemalige Grand-Prix-Pilot arbeitete beim Test an der Umstellung zur Ducati Panigale V4R und die Pirelli-Reifen.Sam Lowes hat erkannt, dass er seinen Fahrstil ändern muss. Noch fährt er zu hohe Kurvengeschwindigkeiten und richtet das Motorrad nicht schnell genug auf. Doch der Sprung in die Top 7 deutet an, dass Sam Lowes die Barni-Pilot Danilo Petrucci lag etwas über eine Sekunde zurück. Er beendete den Test auf der neunten Position. Motocorsa-Neuzugang Michael Rinaldi musste auf den ersten Testtag verzichten und konnte nur am Donnerstag fahren. Der ehemalige Ducati-Werkspilot fand sich nur auf P15 wieder.Mit einer 1:38.638er-Runde stellte Neuzugang Toprak Razgatlioglu erneut das Potenzial der BMW M1000RR unter Beweis. Mit dieser Zeit hätte er die Poleposition beim Renn-Wochenende um 0,003 Sekunden verpasst.Mit der Yamaha R1 war Razgatlioglu in der Superpole eine halbe Sekunde langsamer. Bei diesem Vergleich muss man aber auch bedenken, dass sich die Motorräder auf Grund der Freiheiten beim Motor etwas verändert haben. Dennoch ist absehbar, dass die Formkurve von BMW deutlich nach oben zeigt.Für eine positive Überraschung sorgte aber Bonovo-Neuzugang Scott Redding, der kurz vor dem Ablaufen der Testzeit 0,066 Sekunden schneller fuhr als sein Nachfolger im BMW-Werksteam. Als Dritter war Redding bestplatzierter BMW-Pilot. Eine Genugtuung für den Briten, der im Vorjahr viele enttäuschende Momente erlebte.Ebenfalls schnell unterwegs war Bonovo-Pilot Garrett Gerloff, der sich in der finalen halben Stunde auf die sechste Position schob. Somit lagen drei der vier BMW-Piloten in den Top 6. Michael van der Mark landete mit 1,4 Sekunden Rückstand auf P13.Rekord-Champion Jonathan Rea beendete den Jerez-Test mit der zweitschnellsten Zeit. Der Brite umrundete den Kurs in 1:38.345 Minuten und war damit gut eine halbe Sekunde langsamer als Sensations-Rookie Nicolo Bulega. Im Vergleich zum Mittwoch konnte sich Rea um über eine Sekunde steigern.GRT-Pilot Remy Gardner und Werkspilot Andrea Locatelli beendeten den Test in den Top 10 und waren ähnlich schnell unterwegs. Yamaha-Neuling Philipp Öttl zeigte eine deutliche Steigerung im Vergleich zum ersten Testtag und behauptete sich lange Zeit in den Top 10. Schlussendlich rutschte der Deutsche bis auf die zwölfte Position ab. Der Einstand beim GMT94-Team verlief aber dennoch erfolgreich.Weniger erfreulich waren die Nachrichten von Dominique Aegerter . Der Schweizer verpasste auch den zweiten Testtag. Laut aktuellem Stand muss Aegerter auf Grund seiner Viruserkrankung auch auf den Portimao-Test verzichten.Somit bleiben dem ehemaligen Supersport-Weltmeister nur noch die beiden Testtage auf Phillip Island unmittelbar vor dem Saisonauftakt, um wieder einen Rhythmus aufzubauen. Das sind alles andere als ideale Voraussetzungen für den Start in die zweite volle WSBK-Saison.Ebenfalls nicht bei vollen Kräften war Kawasaki-Werkspilot Alex Lowes. Der routinierte Brite fuhr am ersten Tag nur 31 Runden und klagte über Magenprobleme. Am Donnerstag drehte Alex Lowes 82 Runden und deutete damit an, dass er sich körperlich in einer besseren Verfassung befand als beim Testauftakt. Den Sprung in die Top 10 verpasste Lowes aber.Kawasaki-Neuzugang Axel Bassani lag zwischenzeitlich weit zurück und startete in der finalen Stunde mehrere Versuche, schnelle Rundenzeiten zu fahren. Der ehemalige Ducati-Pilot lag aber 1,6 Sekunden zurück und belegte die 14. Position.Weit zurück lag das Puccetti-Team, das in diesem Jahr das einzige permanente Kawasaki-Kundenteam in der Superbike-WM ist. Ex-Moto2-Weltmeister Tito Rabat lag als 18. über 2,2 Sekunden zurück.Die mit großen Hoffnungen präsentierte 2024er-Fireblade enttäuschte beim Jerez-Test. Die beiden Honda-Werkspiloten beendeten den Test auf den Positionen 17 und 19. Xavi Vierge lag 2,1 Sekunden zurück und Teamkollege Iker Lecuona hatte 2,4 Sekunden Rückstand. Somit konnte Lecuona lediglich die Testfahrer der anderen Teams hinter sich lassen.Neben den Teams aus der Superbike-WM testete erneut Honda-Testpilot Stefan Bradl mit dem MotoGP-Prototyp für die Saison 2024. Bradl reihte sich mit einer persönlichen Bestzeit von 1:38.739 Minuten hinter den Superbikes von Nicolo Bulega, Jonathan Rea, Scott Redding und Toprak Razgatlioglu ein. Im Gegensatz zu den WSBK-Piloten konnte Bradl aber keine Qualifying-Reifen verwenden. Der HRC-Testpilot ging ohnehin nicht auf Zeitenjagd und konzentrierte sich auf die Entwicklungsarbeit für die bevorstehende MotoGP-Saison.Und auch einige Piloten aus der Supersport-WM nutzten die Chance, in Jerez zu testen. Stefano Manzi war am Donnerstag der schnellste Fahrer mit einer 1:41.388er-Runde. Marcel Schrötter fuhr am Mittwoch die Bestzeit, belegte mit seiner 1:42.040er-Runde am Donnerstag aber lediglich die fünfte Position. Der nächste WSBK-Test findet kommende Woche in Portimao statt. Am Montag und am Dienstag haben die Teams erneut die Chance, sich für die bevorstehende Saison vorzubereiten. Danach wird das Material nach Australien verschifft. Die WSBK-Saison 2024 beginnt am finalen Februar-Wochenende.Strategy Engineer Role and ResponsibilitiesThe strategy engineer is responsible for the design, implementation and maintenance of software tools and supports the race team and the Engineering ...
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