Wir haben mit Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises, über die Entwicklungen und Herausforderungen der Kreuzfahrtbranche im ersten Jahr nach der Pandemie gesprochen. Erfahren Sie mehr über neue Ziele und die Zukunft von Mein Schiff.
Nach der Einbringung der Marke Hapag-Lloyd Cruises in das Joint Venture TUI Cruises und einem Jahr der Erholung von den Pandemiefolgen spricht Wybcke Meier im Interview mit Crucero über den Wandel im Unternehmen und dessen Zukunft. Im nächsten Jahr kommen gleich zwei neue Schiffe zur Flotte. Die Mein Schiff 7, ein Schwesterschiff der Mein Schiff 1 und 2, wird im Sommer 2024 den Dienst aufnehmen. Zum Ende des Jahres folgt der erste Neubau einer neuen Schiffsklasse.
Bei Mein Schiff haben wir im letzten Jahr auch eine sehr gute Nachfrage für 2022 verzeichnet. Und jetzt haben wir das erste Jahr nach der Pandemie. Das heißt, Kreuzfahrten sind weltweit wieder möglich, weitgehend ohne Einschränkungen in den Destinationen. Wir konnten in diesem Jahr erstmals wieder Hongkong anlaufen und sind endlich wieder nach Japan gefahren. Das hatten wir seit 3 Jahren geplant. Insofern fühle ich mich sehr wohl und habe im Moment nicht viel zu klagen.
WYBCKE MEIER:: Wir haben einen guten Austausch mit Royal Caribbean. Außerdem bedient Silversea auch andere Märkte. Hapag-Lloyd Cruises geht als Erfinder der Kreuzfahrt hier in Deutschland einen Schritt weiter, und wir sind viel spezialisierter unterwegs, was die zwei Luxusschiffeund EUROPA 2 und auch die kleinen Hanseatic-Schiffe sehr gut ermöglichen. Die neue Expeditionsklasse ist schon sehr einzigartig. Das Neubau-Team hat mit ihnen erstklassige Arbeit abgeliefert.
CRUCERO: Und wie sieht es mit der Unterhaltung aus? Sind alle En-Suite Shows und Gastkünstler wieder da? „Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter und prüfen regelmäßig, wie sich Gäste-Präferenzen verändern.“CRUCERO: Und aus dieser Zusammenarbeit ist dann auch die Idee der Hexagon-Bühne entstanden, die sie für das 8. Schiff angekündigt haben?
Wir möchten den Artisten, die wir dann auf die Bühnen bringen, die Möglichkeit geben, gesehen zu werden und an einem ruhigen Ort ohne Durchgangsverkehr aufzutreten. Es kann aber gut sein, dass wir morgens mal im Theater eine Yoga-Stunde geben oder Ähnliches.WYBCKE MEIER: Der ist weiterhin im Bug. CRUCERO: Mir ging es bei der Frage um die Markentreue bei den angebotenen Produkten. Hochwertige Marken bleiben auch weiterhin Bestandteil des Inklusive-Angebots und Aperol wird nicht durch ein Substitut ausgetauscht?
CRUCERO: Ähnlich, wie bei einer Fußballweltmeisterschaft, wo regelmäßig 80 Millionen „Bundestrainer“ vor dem Fernseher sitzen, gibt es in der Kreuzfahrt mindestens 2,9 Millionen meinungsfreudige „CEOs“. Aber trotzdem: Die Wünsche der Passagiere sind wichtig und müssen natürlich berücksichtigt werden. Jetzt gibt es erstmals Einzelkabinen an Bord, auch das war ein vielfach geäußerter Gästewunsch.
CRUCERO: Sie sind beim achten Schiff aber schon weitergegangen und machen die Einzelkabinen etwas größer. Gab es Überlegungen, dass es vielleicht doch zu wenig Platz sein könnte? CRUCERO: Jetzt haben Sie gerade den Namen der Klasse genannt. Wenn wir schon bei der Namensnennung sind, bleiben wir noch einen Moment dabei. Haben Sie sich unter Berücksichtigung der „2,9 Millionen Kreuzfahrt-CEOs“, von denen ich vorhin gesprochen habe, schon überlegt, wie die Reaktionen ausfallen könnten, wenn die neuen Schiffsnamen veröffentlicht werden?
In der neuen Klasse steckt sehr viel Mein Schiff. Wir werden das Wohlfühlerlebnis nicht komplett neu erfinden und auch an den Mein Schiff Premium-Inklusivleistungen festhalten. Aber natürlich haben wir bei einem Schiff, das wir komplett neu entwickelt haben, einfach ein bisschen mehr Vielfalt. CRUCERO: Dann bleiben wir noch bei einem emotionalen Thema: dem neuen Loyalty-Programm. Das ist nach wie vor im Vorbereitungs-Status. Wie lange müssen sich die Stammkunden noch gedulden, bis das neue Programm verkündet wird?
Weil nach der Pandemie sehr viel Entwicklungsarbeit in den Destinationen nötig gewesen wäre, waren wir nicht der Meinung, für 2023 ein wirklich gutes Produkt auf die Beine stellen zu können. Kleinere Schiffe haben es da leichter. Nach der Pandemie sind wir zwar sehr erfolgreich unterwegs, waren ja auch letztes Jahr schon profitabel. Aber trotz der guten Nachrichten, haben wir noch einen Ballast zu tragen, den uns die Pandemie bescherte. Deshalb wollen wir für die nächsten Fahrpläne Reisen anbieten, von denen wir wissen, dass sie gut funktionieren, und wo wir in der Lage sind, ein hervorragendes Produkt anbieten zu können.
Fluggesellschaften, die Sustainable Airlines Fuels , also nachhaltigen Flugtreibstoff, verwenden, sind vom ETS-Handel ausgenommen. Ob eine ähnliche Regelung auch für die Schifffahrt in Frage kommt, ist derzeit noch unklar. Was mich motiviert, sind die technischen Möglichkeiten, die es heute schon gibt. Wir werden nicht morgen schon auf E‑Fuels umsteigen können, aber die Pläne sind schon da. Und wenn wir es gemeinsam anpacken – bei aller Bürokratie – dann werden wir das auch schaffen. Es hilft natürlich, wenn die Unterstützung von politischer Seite dann auch pragmatisch ist.
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