Der Zentralrat der Juden hat eine 800 Seiten starke Untersuchung zum Fall Walter Homolka veröffentlicht. Dem Ex-Rektor des Abraham Geiger Kollegs wird Machtmissbrauch vorgeworfen. Er spricht von »diffusen Mutmaßungen«.
Die Veröffentlichung der Langfassung bringt nach Angaben des Zentralrats keine neuen Vorwürfe auf, sondern dokumentiert unter anderem Zeugenaussagen. Zur Veröffentlichung erklärte der Zentralrat: »Von den Gutachtern wurden bezüglich Walter Homolka insgesamt 46 objektivierbare Vorgänge ermittelt und untersucht.
Zentralratspräsident Schuster teilte mit, Homolka habe seinen Einfluss in jüdischen Institutionen bereits größtenteils verloren. »Nach den nun veröffentlichten Ergebnissen kann ich mir nicht vorstellen, dass sich daran etwas ändern wird.« Insgesamt dürfe Machtmissbrauch nicht kleingeredet werden. »Derartige Verdachtsfälle müssen konsequent und öffentlich aufgearbeitet werden.
Homolka schrieb in einer Stellungnahme: »Dieser Endbericht ist der vorläufige Schlusspunkt einer Kampagne des Zentralrats gegen mich, deren Ziel von Anfang an klar war: mich als jüdische Stimme mundtot zu machen.« Es sei »beschämend, dass der Zentralrat mit seinem Endbericht den Eindruck erwecken will, hier sei irgendetwas bewiesen worden«. Eine rechtliche Würdigung werde es am 14. Dezember 2023 vor dem Kammergericht Berlin geben.
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