Außenminister Johann Wadephul und sein türkischer Amtskollege Hakan Fidan treffen sich in Berlin und warnen vor einer militärischen Lösung, die zu keinem positiven Ergebnis führen würde.
Deutschland und die Türkei dringen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Eine militärische Lösung werde zu keinem Ergebnis führen, sagt Außenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan in Berlin.
Wenn es eine Bereitschaft des Iran gebe, auf sein nukleares Anreicherungsprogramm zu verzichten, "haben wir eine Grundlage dafür, Verhandlungen zu führen". Fidan warnt vor den großen politischen und wirtschaftlichen Folgen einer Fortführung des Krieges. Wadephul sagt mit Blick auf Washington und Teheran, er sehe nicht, "dass die Verhandlungen festgefahren sind, sondern dass sie fortgeführt sind". Die iranische Antwort auf den jüngsten US-Vorschlag müsse in Washington nun sehr sorgfältig geprüft werden.
Die USA schieben nach Darstellung von Präsident Donald Trump einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran kurzfristig auf. Die Golfstaaten hätten ihn gebeten, den Militäreinsatz für die Dauer neuer Gespräche mit Teheran aufzuschieben, schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Die US-Streitkräfte stünden jedoch "jederzeit und ohne Vorwarnung" bereit, sollten die Verhandlungen scheitern, droht Trump.
Der US-Präsident schreibt weiter, um den Aufschub hätten ihn der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, gebeten sowie Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed al-Nahjan. Es fänden nun "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran statt. +++ 21:16 VAE: Stromversorgung am Atomkraftwerk Barakah nach iranischem Angriff wiederhergestellt +++ Nach dem Drohnenangriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die externe Stromversorgung von Block 3 wiederhergestellt.
Dies teilt die Internationale Atomenergiebehörde unter Berufung auf Angaben der Regierung mit. Bei dem Angriff am Vortag brach ein Feuer an einem Stromgenerator außerhalb der inneren Sicherheitszone aus. Den Behörden zufolge sei die Sicherheit der Anlage nicht beeinträchtigt gewesen und es sei kein radioaktives Material ausgetreten. Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sind in der Islamischen Republik nach Angaben von US-Aktivisten mehr als 4000 Menschen festgenommen worden.
Zwischen dem Kriegsbeginn am 28. Februar und dem 9. Mai seien mindestens 4023 Festnahmen registriert worden, berichtete am Montag die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation HRANA. Die Vorwürfe umfassten Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit und die Weitergabe von Informationen zu dem Krieg an ausländische Medien.
Ein US-Regierungsvertreter weist einem Medienbericht zufolge die iranische Darstellung zurück, die US-Regierung sei zu einer Aussetzung der Ölsanktionen während Verhandlungen mit dem Iran bereit. Der Beitrag einer CNBC-Reporterin auf dem Kurznachrichtendienst X nimmt Bezug auf eine Meldung der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, die sich wiederum auf einen Insider aus dem Umfeld des iranischen Verhandlungsteams berief. Die iranischen Revolutionsgarden drohen damit, künftig auch Gebühren für die durch die Straße von Hormus verlaufenden Internet-Unterwasserkabel zu erheben.
Jede Unterbrechung des Datenflusses durch diese Glasfaserkabel würde die Weltwirtschaft bis zu "hunderte Millionen Dollar pro Tag" kosten, warnen sie bei Telegram.
"Nach der Übernahme der Kontrolle über die Straße von Hormus durch den Iran könnte dieser unter Berufung auf seine absolute Souveränität über den Meeresboden und den Grund seines Territorialgewässers erklären, dass alle durch die Wasserstraße verlaufenden Glasfaserkabel genehmigungspflichtig sind und Gebühren unterliegen", schreiben die Revolutionsgarden. Sie haben die Straße von Hormus bereits für den Schifffahrtsverkehr de facto gesperrt. Die Bundeswehr verlegt vorübergehend ein Abwehrraketensystem vom Typ Patriot in die Türkei.
Das diene der Unterstützung der Nato-Luftverteidigung an der Südostflanke, teilte das Verteidigungsministerium vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts mit. Die Entsendung - bestehend aus einer Feuereinheit und 150 Soldatinnen und Soldaten aus Husum - soll demnach Ende Juni starten und ist bis September begrenzt. Die USA zeigen sich nach Angaben eines iranischen Insiders offen dafür, dem Land begrenzte friedliche nukleare Aktivitäten unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde zu gestatten.
Bei den eingefrorenen iranischen Vermögenswerten sei Washington bislang jedoch nur bereit, ein Viertel der Gelder schrittweise freizugeben, sagt die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung in Teheran fordere die USA auf, beide Positionen zu überdenken. In einem neuen Vorschlag konzentriere sich der Iran auf ein Ende des Krieges, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung der Sanktionen gegen die Schifffahrt. Die heikleren Fragen zum Atomprogramm und zur Urananreicherung würden demnach auf spätere Verhandlungsrunden vertagt.
Eine Stellungnahme der USA liegt nicht vor. In dem jüngsten Vorschlag Teherans an die USA wurden "Bedenken" übermittelt, teilt das iranische Außenministerium mit. Die Gespräche mit den USA würden "über den pakistanischen Vermittler fortgesetzt", sagt Irans Außenministeriumssprecher Bakaei zu Journalisten um Angst in der Bevölkerung zu verbreiten" und diejenigen zu bestrafen, die das System herausforderten. Auch in diesem Jahr sind nach den Massenprotesten im Januar im Verlauf des Krieges gegen die USA und Israel bereits mehrere Menschen im Iran exekutiert worden.
Nach einem Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die Ölpreise am Morgen angezogen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,32 Prozent auf 110,70 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI stieg um 1,75 Prozent auf 107,26 Dollar. Zuvor hatten Behörden der VAE mitgeteilt, sie untersuchten die Herkunft des Angriffs auf das Kernkraftwerk Barakah und behielten sich das Recht vor, auf derartige "terroristische Angriffe" zu reagieren.
Der Supertanker "Agios Fanourios I" setzt nach einem fünftägigen Stopp durch die US-Marine im Golf von Oman seine Fahrt nach Vietnam fort. Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff hat irakisches Rohöl an Bord und wird voraussichtlich am 30. Mai an der vietnamesischen Raffinerie Nghi Son eintreffen, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG hervorgeht. Der Tanker hatte die Straße von Hormus am 10.
Mai verlassen, bevor er am 11. Mai im Golf von Oman wendete und am 16. Mai seine Reise wieder aufnahm. Das US-Zentralkommando hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, das Schiff sei im Rahmen der Durchsetzung der Blockade gegen den Iran umgeleitet worden.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht das Ziel, alle Verantwortlichen für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu töten, nach eigenen Angaben nahezu erreicht.
"Ich habe versprochen, dass jeder einzelne Architekt des Massakers und der Geiselnahme bis zum letzten ausgeschaltet wird, und wir sind sehr nah daran, diese Mission abzuschließen", sagt Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung. Am Freitag hatte die israelische Armee mitgeteilt, der Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, Essedin al-Haddad, sei bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden. Netanjahu bezeichnet Haddad nun als "verabscheuungswürdigen Terroristen".
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat vor den globalen wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus gewarnt.
"Dieser Krieg schadet der wirtschaftlichen Entwicklung massiv", sagt der SPD-Politiker am Abend vor seinem Abflug zum G7-Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure in Paris. Es müsse alles getan werden, um den Konflikt dauerhaft zu beenden und freie Seewege zu gewährleisten. Die G7 seien der richtige Rahmen, um mit den USA und anderen Staaten über diese drängenden Fragen zu sprechen. Europa setze dabei auf Kooperation statt Konfrontation sowie auf offenen Handel.
Die aktuellen Krisen zeigten zudem, dass Deutschland und Europa bei Rohstoffen, Energie und Lieferketten unabhängiger und krisenfester werden müssten. Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge drei Drohnen abgefangen, die aus dem irakischen Luftraum in sein Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das Verteidigungsministerium des Königreichs erklärt, es werde die notwendigen operativen Maßnahmen ergreifen, um auf jeden Versuch zu reagieren, seine Souveränität und Sicherheit zu verletzen.
Zwar haben sich die Feindseligkeiten im Iran-Konflikt seit Inkrafttreten der Waffenruhe im April weitgehend abgeschwächt, doch wurden vom Irak aus Drohnen in Richtung der Golfstaaten, darunter Saudi-Arabien und Kuwait, gestartet. Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sind bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon nach libanesischen Angaben am Sonntag mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden in der Ortschaft Tayr Felsay drei Menschen getötet, darunter ein Kind.
Zwei Tote, unter ihnen ein weiteres Kind, gab es demnach in der Ortschaft Tayr Debba. Bei den Angriffen wurden nach Angaben des Ministeriums insgesamt elf Menschen verletzt. US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich am Dienstag das Lagezentrum zum Iran einberufen. Er wolle mit seinen wichtigsten nationalen Sicherheitsberatern die Optionen für militärische Maßnahmen gegen den Iran erörtern, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei Insider. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen.
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