Lars-Hendrik Röller, einst wichtigster Wirtschaftspolitiker Merkels, spricht für Atomkraft und kritisiert Fehler in Energie- und Klimapolitik

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Lars-Hendrik Röller, einst wichtigster Wirtschaftspolitiker Merkels, spricht für Atomkraft und kritisiert Fehler in Energie- und Klimapolitik
Lars-Hendrik RöllerÖkonomVorteil

Der Ökonom und ehemalige Wirtschaftspolitiker des Kanzleramts, Lars-Hendrik Röller, hat in seiner Rede betont, dass Deutschland nicht zu spät sei für ein AKW-Umdenken und kritisiert Fehler in der Energie- und Klimapolitik während seiner Arbeit für Angela Merkel.

Ökonom Lars-Hendrik Röller (67) war wirtschaftspolitischer Berater im Kanzleramt, nun unterrichtet er an der ESMT-Uni in Berlin und hat die Konferenz "Berlin Global Dialogue" ins Leben gerufen Er war der wichtigste Wirtschaftspolitiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel, jetzt spricht er sich für Atomkraft aus.

Der Ökonom Lars-Hendrik Röller fordert ein AKW-Umdenken in Deutschland und sagt, dass es auch jetzt noch nicht zu spät sei. Er begründet dies mit technologischen Entwicklungen.

"Es gibt die Fusion – das ist etwas anderes als die Spaltung. Aber selbst bei der Spaltung gibt es diese kleinen nuklearen Reaktoren, die ja alle um uns herum bauen.

" Trotz desWiderrufs Trackings und Cookies Merkels wirtschaftspolitischer Berater, leitete die mächtige Wirtschafts- und Finanzabteilung im Bundeskanzleramt. Im RONZHEIMER-Podcast spricht der Ökonom auch über wirtschaftspolitische Fehler, die in der Merkel-Ära passiert sind. Darunter in der Energie-, Klima- und Verteidigungspolitik.

"Wir sind im Prinzip in eine Abhängigkeit vom russischen Gas geraten", sagte Röller über die Energiepolitik der Kanzlerin. Und auch in der Klimapolitik widersprach der Wirtschaftsexperte seiner langjährigen Chefin – und befürwortete den Kurs der aktuellen Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU).

"Die Kanzlerin selber sagt ja: Man hätte mehr Klimaschutz machen können. Als Ökonom würde ich sagen: Man muss immer gucken, dass man Klima und Wirtschaft zusammen denkt. Das ist ja die Kritik von heute, dass wir da an mancher Stelle zu regulativ waren und weniger auf den Markt gesetzt haben. Das ist ja die Kritik der jetzigen Regierung.

Das würde ich teilen, ein Stück weit", so Röller.

"Wenn man das wüsste, was man heute weiß, hätte man das anders machen dürfen", erklärte der frühere Wirtschaftspolitiker im Kanzleramt über zwei Gebiete. Neben der Klimapolitik sieht er auch die damalige Verteidigungspolitik kritisch.

"Wir haben viel zu wenig investiert", sagte Röller und kritisierte auch die deutsche Rüstungsexportpolitik. "Da waren wir ja sehr restriktiv. Auch sie (deutsche Rüstungsfirmen) waren sehr oft bei mir im Kanzleramt und haben sich beschwert (... ).

Und sie sagen aus wirtschaftlicher Sicht: Wir werden immer klein gemacht. Die ganze Branche, die haben wir nicht so gefördert wie andere.

" Aus heutiger Sicht sei dies falsch gewesen, damals sei es jedoch auch eine Frage politischer Machbarkeit gewesen, so Röller: "Aus heutiger Sicht ist das Binsenweisheit. Die Frage ist, aus damaler Sicht hätte man das hinbekommen können, wenn man wollte. Das ist aber eine schwierige politische Frage. Damals wollte das das Land nicht.

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