CDU wiegelt in Debatte über schnelle Merkel-Ablösung ab GroKo
Annegret Kramp-Karrenbauer ist die zweite Frau an der Spitze der CDU. Nach der Wahl am 7. Dezember 2018 hatte sie Tränen in den Augen. Sie war die Wunschkandidatin ihrer Vorgängerin Angela Merkel. | Bildquelle: REUTERSAlexander Mitsch, der Vorsitzende der Werteunion, einer besonders konservativen Gruppe von Unionspolitikern, hatte die Debatte am Freitag losgetreten.
Zahlreiche SPD-Politiker hatten den Vorschlag scharf zurückgewiesen. Johannes Kahrs, Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, hatte erklärt, dass ein Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus SPD-Sicht zwingend eine Neuwahl des Bundestags nach sich zöge. Die SPD-Bundestagsfraktion würde Kramp-Karrenbauer dann nicht einfach zur neuen Kanzlerin wählen.
Zur Begründung sagte Kahrs in der"Passauer Neuen Presse":"Die Menschen haben bei der letzten Bundestagswahl Angela Merkel gewählt, aber nicht die CDU." Eine neue Regierungsspitze gebe es für die SPD nur, wenn Merkel zurücktreten würde."Das aber bedeutet Neuwahlen. Nicht nur wir Seeheimer würden bei einem Wechsel Amok laufen", sagte er.
Auch Juso-Chef Kevin Kühnert und der Vorsitzende des mächtigen SPD-Landesverbands Nordrhein-Westfalen, Sebastian Hartmann, hatten sich gegen einen Wechsel zu Kramp-Karrenbauer als Kanzlerin ausgesprochen. Einem Bericht des"Spiegel" zufolge wollen zahlreiche Sozialdemokraten vermeiden, dass Kramp-Karrenbauer mit einem Amtsbonus als Kanzlerin in den nächsten Bundestagswahlkampf ziehen kann.
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