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Israel-Krieg im Liveticker: +++ 02:45 Israel nennt neues Zeitfenster für Flucht in den Süden Gazas +++

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Israel-Krieg im Liveticker: +++ 02:45 Israel nennt neues Zeitfenster für Flucht in den Süden Gazas +++
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Das israelische Militär bekämpft derzeit vor allem im Norden des Gazastreifens die Einrichtungen der islamistischen Hamas. Doch auch im Süden kommt es bereits zu Luftangriffen. Nun nennt die israelische Armee den Zivilisten im Gazastreifen für Sonntag erneut ein Zeitfenster für die Flucht in den Süden des Küstengebiets.

Demnach würden die Streitkräfte zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr Ortszeit Verkehr auf einer Straße in Richtung Süden zulassen, schreibt ein israelischer Armeesprecher auf der Plattform X . Die Armee veröffentlicht auch eine Karte mit der ausgewiesenen Straße. Der Sprecher ruft die Menschen auf, zu ihrer eigenen Sicherheit die nächste Gelegenheit zu nutzen, nach Süden zu gehen. Bei einer Großdemonstration in der US-Hauptstadt Washington fordern Zehntausende Teilnehmer "Freiheit für Palästina". Sie verlangen unter anderem einen Waffenstillstand in den Kämpfen zwischen Israel und der Hamas und dass die USA Hilfszahlungen an Israel einstellen. Die Veranstalter sprechen von der größten propalästinensischen Demonstration in der Geschichte der Vereinigten Staaten, an der 300.000 Menschen teilgenommen hätten. Auch Prominente wie Schauspielerin Susan Sarandon und der Sänger Macklemore sind mit dabei. Offizielle Schätzungen der Polizei zur Zahl der Teilnehmer gibt es zunächst nicht. Nach einer Kundgebung ziehen viele Demonstrierende in einem Protestzug vor das Weiße Haus. Ein Journalist der "New York Post" veröffentlicht auf X ein kurzes Video aus der Menge: Zu sehen ist, dass die Demonstrierenden am Zaun vor dem Amtssitz des US-Präsidenten rütteln und die Pfeiler des Zauntors mit Handabdrücken in roter Farbe beschmiert worden sind. Auf das Gelände des Weißen Hauses dringen sie nicht vor.Nachdem Antony Blinken in Jordanien Gespräche führte, weilt der US-Chefdiplomat für zwei Tage in der Türkei. Dort wolle er unter anderem über mögliche Wege zu einem "dauerhaften und nachhaltigen Frieden im Nahen Osten" sprechen, zu denen "die Einrichtung eines palästinensischen Staates" gehöre, teilt das US-Außenministerium mit. Ein geplantes Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan bestätigte das Ministerium zunächst nicht, aus Blinkens Umfeld hieß es aber, dies sei wahrscheinlich. Der US-Außenminister hat sich bei einem Besuch in Israel vergeblich für eine humanitäre Feuerpause in Israels Kampf gegen die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas eingesetzt. Bei propalästinensischen Demonstrationen gehen in London und anderen britischen Städten Zehntausende Menschen auf die Straßen. Allein in der britischen Hauptstadt sind laut Schätzungen der Polizei 30.000 Menschen an Protesten gegen die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen beteiligt. Sie fordern unter anderem einen sofortigen Waffenstillstand. Im Zusammenhang mit den Protesten auf dem Trafalgar Square und in der Umgebung nimmt die Polizei elf Menschen fest, wie Scotland Yard mitteilt. Grund dafür sei in einem Fall ein Plakat gewesen, das zu Hass aufstacheln könne. Tausende schließen sich auch einer propalästinensischen Demonstration in Manchester an. Auch in Sheffield, Liverpool, Leeds, Edinburgh, Glasgow, Cardiff und Belfast laufen Demonstrationen für eine sofortige Waffenruhe in Gaza.In Israel demonstrieren tausende Menschen für eine Freilassung der von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas verschleppten Geiseln. In Tel Aviv skandieren die Menschen, darunter Verwandte und Freunde der mehr als 240 Geiseln, vor dem Verteidigungsministerium: "Bringt sie jetzt nach Hause". Hadas Kalderon sagt: "Ich erwarte und verlange von meiner Regierung, dass sie ihre Vorgehensweise ändert." Vor dem Wohnsitz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Jerusalem versammeln sich hunderte Menschen und fordern seinen Rücktritt. "Wir wollen eine Abstimmung, um Netanjahu loszuwerden. Ich hoffe, dass die Demonstrationen weitergehen und wachsen werden", sagt eine Demonstratin, die 39-jährige Netta Tzin. "Sie haben uns verraten." In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen der Deutsche Olympische Sportbund und der deutsch-jüdische Sportverband Makkabi die Taten der Hamas auf das Schärfste. "Unsere Solidarität gilt dem israelischen Volk und dem Staat Israel sowie den Jüdinnen und Juden in Deutschland und weltweit", heißt es in dem Schreiben. Weiter schrieben die Verbände: "Lasst uns alle aufstehen gegen antisemitische Äußerungen in unseren mehr als 86 000 Sportvereinen in Deutschland! Lasst uns dafür sorgen, dass sich Jüdinnen und Juden bei uns sicher fühlen und wir weiterhin miteinander Sport treiben können!" Nach einzelnen Verboten von propalästinensischen Demonstrationen in Deutschland verteidigt Annalena Baerbock das Vorgehen der Behörden. Bei Kundgebungen "gerade in den letzten Tagen, die verboten worden sind, da leitet uns, wie glaube ich jedes Land auf der Welt, unsere Verfassung", sagte die Außenministerin in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Mit Blick auf israelfeindliche Demonstrationen erklärte Baerbock, "dass Menschenverachtung in Deutschland in keinster Weise zu tolerieren ist". Aufrufe "zur kollektiven Gewalt, was es in Deutschland leider in den letzten Tagen gegeben hat, nämlich zur Vernichtung von Juden oder zur Vernichtung des Staates Israel, sind in Deutschland wie in vielen anderen Ländern unter Strafe gestellt", sagte die Ministerin. In Essen prüft die Polizei nach einer als Pro-Palästina-Demonstration angemeldeten Kundgebung am Freitagabend, ob Straftaten begangen wurden. Bei der Kundgebung waren Transparente unter anderem mit der Forderung nach der Errichtung eines islamistischen Kalifats gezeigt worden. Dazu ruft beispielsweise Hizb ut-Tahrir auf, für die seit 2003 ein Betätigungsverbot gilt. Bei der Kundgebung habe sich herausgestellt, dass das Pro-Palästina-Thema vorgeschoben gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher. Ziel sei gewesen, eine religiöse Veranstaltung durchzuführen. "Wir werden das alles im Nachhinein akribisch durchleuchten", so der Sprecher. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul sagte, der Staatsschutz habe sehr sorgfältig beobachtet, und immer dann, wenn er konnte, eingegriffen. Die Video- und Tonaufnahmen würden weiter geprüft. "Und wenn wir einen Nachweis haben, wird zugegriffen. Aber wir müssen es beweisen", so der CDU-Politiker. Bei einem Video prüfe die Staatsanwaltschaft und gehe wahrscheinlich davon aus, dem wegen Volksverhetzung nachzugehen.Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas setzt die Evakuierung von Ausländern und Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft aus dem Gazastreifen nach Ägypten aus. Grund sei die Weigerung Israels, verletzte Palästinenser in ägyptische Krankenhäuser bringen zu lassen, wie ein Vertreter der Grenzübergangsverwaltung sagte. "Kein ausländischer Passinhaber darf den Gazastreifen verlassen, bevor die Verletzten, die aus den Krankenhäusern im nördlichen Gazastreifen evakuiert werden müssen, zum Rafah-Terminal transportiert werden können", sagte der Beamte, der nicht namentlich genannt werden wollte. Nach US-Angaben versucht die Hamas, über den zeitweise geöffneten Grenzübergang Rafah eigene Kämpfer aus dem Gazastreifen auszuschleusen. Nach Berichten über Bombentreffer auf dem Gelände einer UN-Schule in Dschabalia im Norden des Gazastreifens erklärt das israelische Militär, es habe die Anlage nicht gezielt angegriffen. Einer vorläufigen Untersuchung zufolge, sei jedoch möglich, dass eine Explosion auf diesem Gelände Folge eines israelischen Angriffs auf ein anderes Ziel gewesen sei. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an.

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