Die Linke-Vorsitzenden Janine Wissler und Martin Schirdewan haben nach der «Wirtschaftskrieg»-Rede von Sahra Wagenknecht im Bundestag zu Geschlossenheit aufgerufen und vor einer Gefährdung der Partei gewarnt. «Wir haben eine Verantwortung, nicht für uns nur als Partei, sondern für Millionen von Menschen, die uns gewählt haben», sagte Wissler am Sonntag nach einer Klausur des Bundesvorstands in Rathenow. Gerade die, die öffentlich für die Partei sprechen, dürften die Arbeit vieler anderer nicht konterkarieren. Die Linke sei eine historische Errungenschaft. «Deswegen appelliere ich an alle, wirklich dieses historische Projekt nicht zu gefährden.» Sie erwähnte Wagenknecht nicht namentlich, sondern sagte, das betreffe alle, die sich öffentlich geäußert hätten oder zitiert wurden.
Wagenknecht hatte der Bundesregierung am Donnerstag mit Blick auf Russland vorgeworfen, «einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten vom Zaun zu brechen».
Sie forderte einen Stopp der Wirtschaftssanktionen gegen Russland und Verhandlungen mit Russland über eine Wiederaufnahme von Gaslieferungen nach Deutschland. Wissler und Schirdewan kritisieren, dass dies in Teilen nicht den beschlossenen Positionen der Partei entspricht. Danach wiesen Klaus Ernst und Alexander Ulrich Kritik an Wagenknecht zurück und attackierten den Parteivorstand.
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