„Wir sind entsetzt ob dieser Untätigkeit“: Der Betroffenenbeirat der Münchner Erzdiözese kritisiert Kardinal Marx scharf - und fordert, mehr für Opfer von sexualisierter Gewalt zu tun.
scharf vom Betroffenenbeirat seiner Erzdiözese kritisiert. Richard Kick, der als Betroffener von sexuellem Missbrauch dem vor einem Jahr gegründeten Beirat angehört, wirft Marx vor, dass dieser seit der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens im Januar"keinerlei Aktivitäten" im Rahmen der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals habe erkennen lassen.
Darin stellt Kick fest, dass man auf Basis des Gutachtens und persönlicher Akteneinsicht nun"Klarheit über das institutionelle Versagen, die Fehler und die Versäumnisse" in der Münchner Erzdiözese habe. Der Beirat fordert Marx auf, nun"aktiv, zielführend und sehr zeitnah zu handeln". Um das Leid vieler Betroffener sexualisierter Gewalt nicht weiter zu vergrößern, müsse Marx diese Menschen"endlich empathisch" wahrnehmen.
Bereits im Januar hatte Kick Marx öffentlich heftig attackiert. Nun richtet der Beirat mehrere Forderungen an Marx, beginnend damit, dass dieser"in persönlichen Kontakt" mit Betroffenen treten solle. Zudem solle die Erzdiözese eine unabhängige Ombudsstelle einrichten als"parteiische Interessenvertretung" für Geschädigte.
Der Beirat mit seinen vier Mitgliedern, darunter ein Priester, ist ehrenamtlich tätig. Richard Kick berichtet, dass sich seit Vorstellung des Gutachtens knapp 30 Betroffene bei ihm gemeldet hätten. Dieser Kontakt sei zeitaufwändig und belastend, gleichwohl sehr wichtig. Dafür sei mehr Unterstützung seitens der Kirche nötig.
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