Diese beiden Stationen reißen in München den Grenzwert
Vielbefahren: An der Landshuter Allee werden noch immer die Grenzwerte gerissen. © Klaus Haag Während in den meisten deutschen Städten der Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Luft mittlerweile eingehalten wird, gelingt dies in München immer noch nicht.
An der Landshuter Allee wurde demnach eine Konzentration von 51 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen – erlaubt sind 40 Mikrogramm im Jahresdurchschnitt. Nur im baden-württembergischen Ludwigsburg wurde der Grenzwert im Vorjahr ebenfalls gerissen. Und die Stadt nennt noch eine weitere Station, an der der Grenzwert nicht eingehalten wird.. Hauptquelle der Stickstoffdioxide in Städten ist laut Umweltbundesamt immer noch der Straßenverkehr und hier vor allem ältere Diesel-Pkw. Immerhin: Am Stachus lag der Jahresmittelwert bei 30 Mikrogramm und damit zum zweiten Mal in Folge unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm.Die Stadt München veröffentlichte gestern überdies eigene Zahlen zur Luftqualität. Oberbürgermeister Dieter Reiter zieht ein positives Fazit: „Dort, wo sich die Menschen regelmäßig und dauerhaft aufhalten, ist die Münchner Luft gut, an den stark verkehrsbelasteten Stellen wird sie kontinuierlich besser.“ Ergänzend zu den fünf amtlichen Stationen des Freistaats misst die Stadt an 41 Stationen selbst die Luftqualität. Nur an der Tegernseer Landstraße 150 am Mittleren Ring wird demnach der Grenzwert noch überschritten, mit 43 Mikrogramm NO2. An der Chiemgaustraße, ebenfalls am Mittleren Ring, wurde der NO2-Jahresmittelgrenzwert erstmals eingehalten, wenn auch knapp, mit 39 Mikrogramm. Der niedrigste gemessene Jahresmittelwert in München wurde am Messpunkt Hofbrunnstraße 68 mit 14 Mikrogramm gemessen - allerdings in einiger Entfernung von vielbefahrenen Straßen gemessen.Ein weiteres Problem sei laut Umweltbundesamt allerdings die Feinstaubbelastung. Zwar werden die gesetzlichen Grenzwerte in keiner deutschen Stadt mehr gerissen,. Immerhin habe es in Deutschland im Jahr 2019 insgesamt 53 800 vorzeitige Todesfälle durch eine dauerhafte Feinstaubbelastung gegeben, sagt Umweltbundesamtschef Dirk Messner. Die Weltgesundheitsorganisation habe im vergangenen Jahr neue Grenzwerte veröffentlicht, die derzeit an einem Großteil der deutschen Messstationen überschritten würden. Für Feinstaubbelastung seien weniger die Abgase der Autos als die Landwirtschaft, das Heizen mit Holz und der Reifenabrieb im Straßenverkehr verantwortlich.
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