Bei der Oberbürgermeisterwahl im thüringischen Nordhausen zeigt sich: Auch in Ostdeutschland hat der Erfolg der AfD Grenzen. Wieso haben die Rechtspopulisten dort die Wahl verloren – und ist das übertragbar? Eine Analyse.
Auch Jörg Prophet, der OB-Kandidat der AfD in Nordhausen, war als Favorit ins Rennen gegangen, hatte im ersten Wahlgang deutlich die Nase vorn. Außerdem war der amtierende, parteilose Oberbürgermeister, Kai Buchmann, mit einem Makel behaftet: Wegen Mobbing-Vorwürfen war er zwischendurch von seinem Amt suspendiert worden. Doch Buchmann gewann die Stichwahl am vergangenen Sonntag gegen den AfD-Kandidaten Prophet überraschend eindeutig mit 55 Prozent der Stimmen.
Immer wieder hatte deshalb auch die Wirtschaft appelliert, dass Rassismus und Abschottung diesen Erfolg gefährden könnten. So sagte Andreas von Bismarck, langjähriger Vorsitzender des Vereins "Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen" bei einer Veranstaltung in Dresden vor der letzten Landtagswahl dem BR: "Man merkt durchaus, wenn man mit anderen Unternehmern spricht, dass da Sorgen da sind, was die Wahl anbelangt.
Entzauberung sei dort der Erfolgsfaktor geworden. Die mit der AfD vergleichbare Dänische Volkspartei hatte sich schon früher etabliert als die deutsche rechtspopulistische Partei. 2015 kam sie bei den Parlamentswahlen auf knapp über 21 Prozent der Stimmen. Sieben Jahre später kamen die dänischen Rechtspopulisten dagegen nur noch auf 2,6 Prozent.
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