Das von Inflation gebeutelte Land bekommt eine Wirtschaftsministerin, die Vizepräsidentin Kirchner nahe steht. Die und Präsident Fernández sind zerstritten.
BUENOS AIRES taz | Argentiniens linksprogressive Regierungsallianz Frente de Todos erhält eine lebensverlängernde Maßnahme: Nachdem Wirtschaftsminister Martín Guzmán am Samstag überraschend zurückgetreten war, verkündete die Regierung per Tweet mit Silvina Batakis die neue Wirtschaftsministerin.
Kirchner macht Guzmán für das nach ihrer Lesart miserable Umschuldungsabkommen mit dem Internationalen Währungsfonds verantwortlich, das unter anderen Einsparungen im Staatshaushalt vorsieht, um das Defizit bis 2024 auf 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu reduzieren.
Kürzung staatlicher Subventionen So richtig angeheizt wurde der Streit durch die geplante Anhebung der Tarife für Strom und Gas, mit der die staatlichen Subventionen gekürzt und Einsparungen im Haushalt erreicht werden sollen. Diese belasteten den Staatshaushalt im vergangenen Jahr mit 12 Milliarden US-Dollar.
Am Samstag riss Guzmán schließlich der Geduldsfaden. „Ich halte es für notwendig, dass mein Nachfolger, den vollen Zugriff auf die notwenigen makroökonomischen Politikinstrumente erhält“, schrieb Guzmán und erklärte seinen Rücktritt, in dem Moment, als Christina Kirchner live in allen Nachrichtenkanälen zu sehen war und plötzlich die News von Guzmáns Rücktritt als Endlosschleife über den unteren Bildrand wanderte.
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