Türkei: Durch Libyen kann Erdoğan punkten

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Was will Erdoğan in Libyen? MichaelOThumann über den türkischen Präsidenten

, der die Regierung stürzen will. Am Montag in Moskau hat Sarradsch das Waffenstillstandsabkommen unterschrieben, Haftar nicht. Erdoğan wirbt für sich damit, aufseiten der vermeintlich Guten zu stehen und nicht der vermeintlichen Angreifer. Er wird dadurch im großen Spiel um Libyen bleiben. Er wird auch Einfluss gewinnen auf ein wichtiges Land, über das Flüchtlinge in die EU kommen.

Im Mittelmeer hat Erdoğan mit Sarradsch einen strategischen Partner in Energiefragen gewonnen. Dabei geht es nicht um das libysche Öl, sondern um Gas im östlichen Mittelmeer. Erdoğan will die Pläne von Israel, Griechenland und Zypern zur Erdgasförderung durchkreuzen. Die drei Länder vereinbarten Anfang Januar den Bau einer Pipeline von den israelischen Gasvorkommen nach Griechenland an der Türkei vorbei.

Der libysche General will sich laut Heiko Maas an eine Waffenruhe der Bürgerkriegsparteien halten. Außerdem wolle er einen Beitrag zur Libyen-Konferenz in Berlin leisten.Erdoğan, der Anspruch auf Erdgasfelder auch fern der türkischen Küsten erhebt, hat mit Sarradsch den Gegendeal abgemacht: Sie teilten erhebliche Teile des östlichen Mittelmeers in Wirtschaftszonen zwischen beiden Ländern auf.

Deshalb berichtet das türkische Staatsfernsehen rund um die Uhr von den Erfolgen des Präsidenten weit draußen im Mittelmeer. So wie es im Oktober über die türkische Militäroperation in Nordsyrien berichtete. Das erinnert an das russische Fernsehen. Die Moskauer Kanäle senden ausführlich überHeldentaten in der Welt, während die wirtschaftlichen Probleme Russlands zu Fußnoten der Berichterstattung schrumpfen.

Für Recep Tayyip Erdoğan ist Außenpolitik längst zum innenpolitischen Zustimmungsgenerator geworden. Europa sollte sich darauf einstellen. Libyen wird nicht sein letzter überraschender Sprung gewesen sein.Seitennavigation

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