Viele Zugausfälle: Lokführer-Streik bei der Bahn läuft

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Wuppertal Hbf - eine Anzeigetafel zeigt: Wegen des GDL-Streiks fahren viele Bahnen nicht oder nur eingeschränkt

Die Lokführer der Gewerkschaft GDL haben ihren Warnstreik begonnen. Es gibt viele Zugausfälle und einen stark eingeschränkten Fahrplan. Die meisten Fahrgäste in NRW sind aber vorbereitet. Der Streik dauert 24 Stunden und endet am Freitagabend um 22 Uhr.

Die Bahn hat einen Ersatzfahrplan veröffentlicht. Laut der Deutschen Bahn sei dieser auch am Morgen gut angelaufen. Eine Sprecherin sagte, dass nur ein stark reduziertes Angebot möglich sei. Viele Regionalzüge fallen aus, einige fahren seltener als sonst. Im Fernverkehr soll nur jeder fünfte Zug fahren. Es werde zu massiven Fahrplanänderungen kommen. Hier geht's zum Ersatzfahrplan für Auch einige private Bahnunternehmen sind von der GDL zum Streik aufgerufen: Die Züge Transdev Rhein-Ruhr, die im westlichen Münsterland, im Ruhrgebiet und im Bergischen Land unterwegs sind, stehen still. Ebenso die NordWest Bahn, die normalerweise in Ostwestfalen fährt. Die Eurobahn und das Bahnunternehmen National Express sind vom Streik zwar nicht direkt betroffen, bitten aber Reisende, sich vor Fahrtantritt auf den Auskunftssystemen wie zuginfo.nrw zu informieren. Die National Express Linien), RE 5 , RE 6 , RE 11 , RE 4 sowie RB 48 und RE 7 verkehrten zwar planmäßig im Regelverkehr, teilte ein Sprecherin mit. Aufgrund der Streiks in anderen Bahnunternehmen und den damit verbunden weitreichenden Zugausfällen im Nah- und Fernverkehr müsse aber mit hohen Auslastungen gerechnet werden. Zudem könnten Streiks in anderen Unternehmen unter Umständen auch bei National Express zu Verspätungen und Einschränkungen führen.ist bislang ausgeblieben. Viele Reisende haben umgeplant oder arbeiten heute früh wohl von zu Hause. In Dortmund am Bahnhof ist weniger los als sonst. In Köln haben sich einige Menschen mit dem FlixTrain auf den Weg gemacht. Schon gestern meldete das Unternehmen, dass die Züge für heute teilweise ausgebucht seien. In Essen ist der Busbahnhof voll mit Reisenden, die sich heute mit dem Fernbus auf den Weg machen wollen. In Wuppertal zeigen sich die Bahnreisenden verständnisvoll mit den Streikenden und nehmen die Ausfälle und Verspätungen gelassen.Die Deutsche Bahn hat die Zugbindung aufgehoben - auch für Spar- und Supersparpreise. Die Tickets können in den nächsten Tagen benutzt werden. Außerdem gibt es eine Sonderkulanz. Wer spontan die Möglichkeit hat, kann auch heute schon tagsüber fahren. Falls es für Reisende keine Option ist, die Fahrt zu verlegen, können die Tickets storniert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Zug auch wirklich ausfällt. In dem Fall gibt es das Geld zurück. Auch die gesetzlichen Fahrgastrechte gelten bei Streiks. Ist ein Zug mindestens eine Stunde zu spät, gibt es 25 Prozent des Fahrpreises zurück. Ab zwei Stunden ist es die Hälfte.will mit dem Streik unter anderem der Forderung nach einer Arbeitszeitsenkung für Schichtarbeiter Nachdruck verleihen. GdL-Chef Claus Weselsky hatte die Tarifverhandlungen am 24. November für gescheitert erklärt, weil dieunter anderem bei diesem Punkt bislang keinen Verhandlungsspielraum signalisiere. Am Freitag um 12 Uhr soll es vor dem Hauptbahnhof Köln eine zentrale Kundgebung geben."Dieser erneut sehr kurzfristig anberaumte Streik ist unnötig und er ist unverantwortlich gegenüber unseren Fahrgästen, gegenüber unseren Kunden im Güterverkehr und auch gegenüber unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen"Der Streik treffe Fahrgäste ausgerechnet an einem Freitag, der ohnehin immer sehr nachfragestark sei, und dann sei noch ein Adventswochenende betroffen. Das bringeZuletzt hatte die GDL bei der Bahn am 15. und 16. November gestreikt. Bei dieser 20-stündigen Arbeitsniederlegung fielen gut 80 Prozent der eigentlich vorgesehenen Fernverkehrsfahrten aus. Im Regionalverkehr waren die Auswirkungen in manchen Bundesländern noch deutlicher, in einigen Regionen fuhr zeitweise quasi kein Zug und kaum eine S-Bahn.Auch der Fahrgastverband Pro Bahn ist unzufrieden mit der späten Ankündigung." Was wir kritisieren, ist die Kurzfristigkeit. Wir möchten, dass zwei Tage vorher bekannt gegeben wird, wann gestreikt wird, damit sich der Fahrgast darauf einstellen kann ", sagte der Bundesvorsitzende Detlef Neuß. Auch alternative Lösungen wie Homeoffice brauchen teilweise ein bisschen Vorlaufzeit. Neuß betonte auch:"Auch in der ersten Januarwoche nicht. Bis zum 7. Januar ist kein Arbeitskampf zu befürchtenLaut WDR-Verkehrsstudio ist die Lage auf den Straßen ebenfalls entspannt. Die Streiks hätten sich nicht besonders auf den Berufsverkehr ausgewirkt. Viele Pendler seien informiert, könnten Termine umplanen oder auch imAm Nachmittag erwarten wir, wenn überhaupt, etwas mehr Verkehr, besonders auf den Straßen rund um die größeren Städte. 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