Vonovia will Mieten nach Inflation erhöhen
„Wenn die Inflation dauerhaft bei vier Prozent liegt, müssen auch die Mieten künftig jährlich dementsprechend ansteigen“, so Deutschlands größter Vermieter im „Handelsblatt“.
Der Berliner Mieterverein ist alarmiert. „Für eine 1:1-Übersetzung der Inflationsrate in Mieterhöhungen gibt es weder einen wirtschaftlichen Grund noch eine mietrechtliche Zulässigkeit in der weit überwiegenden Zahl der Mietverhältnisse“, sagte Geschäftsführer Reiner Wild.-Chef Buch legte nach: „Wir können nicht so tun, als wenn die Inflation an den Mieten vorbeigeht. Das wird nicht klappen.
Wie sieht Maren Kern, Chefin des Berlin-Brandenburgischen Wohnungsverbandes , die Entwicklung? „Die hohe Inflation wird natürlich nicht spurlos an denvorbeigehen. Dennoch sehen wir Berlin nicht vor vergleichbaren Steigerungen.“ Kern weiter: „Die Spielräume sind klar im Gesetz geregelt.“ Vonovia-Mieterin Heidrun P. zahlt im Soldiner Kiez für 93 Quadratmeter 924 Euro. Die Postmitarbeiterin: „Ich rechne mit einer Mieterhöhung, weil hier gerade die Rohre gemacht werden. Der Fahrstuhl funktioniert aber alle paar Tage nicht und der Zustand des Hauses ist nicht der beste“Die Inflation zwischen April 2021 und 2022 lag bei 7,9 Prozent – die Wohnkosten sind im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent gestiegen. Kern: „Das zeigt den dämpfenden Effekt des Mietrechts.
Vonovia-Mieter Pascal P. aus Wedding arbeitet im Metallbau und zahlt 567 Euro für 51 Quadratmeter: „Dass die Mieten steigen, wissen wir alle. Einerseits finde ich das gerechtfertigt. Aber hier gibt es keine Wasseruhren und es wird pauschal abgerechnet. Ich muss Wasserkosten anderer mittragen, musste schon zweimal nachzahlen“Eine Konzernsprecherin stellte allerdings für Berlin klar: Die Zusage an den Senat steht.
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