Sie waren Sängerinnen, Politikerinnen, Unternehmerinnen und glaubten an eine Zukunft. Dann kamen die Taliban. Die Künstlerin NShahalimi lässt nun in einem Buch Afghaninnen wie AryanaSayeed über den Verlust ihrer Heimat sprechen
Da ist Fauzia Kofi, zuletzt Parlamentsabgeordnete."In der ersten Runde der Kandidatur sprachen die Leute darüber, wie ich mich kleidete, mit wem ich sprach, wie meine Schals aussahen oder ob ich Lippenstift trug", erzählt sie. Am Ende wurde sie Vizepräsidentin des Parlaments. Sie brachte Gesetze zum Schutz von Frauen auf den Weg und verhandelte schon mal in Doha mit Taliban-Vertretern. Jetzt ist sie im Exil.
zu Protesten auf. Sie hatte sich am Morgen von ihrer Familie verabschiedet, nicht wissend, ob sie am Abend zurück kommen würde und stellte sich mit Transparenten vor die bewaffneten Männer. Sie lebt inzwischen versteckt an einem unbekannten Ort.Da ist die junge Journalistin Fatimah Hossainidie Shahalimi ein Foto-Tagebuch ihrer letzten Tage in Kabul schickte.
Und es ist ja nicht so, dass sie nicht gewarnt hätten. Shahalimi nimmt ihr Smartphone zur Hand, startet einen Film. Auftritt Maryam Safi am 8. März 2018, vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York. Da sitzt eine Frau mit Kurzhaarschnitt und Jackett und warnt in klaren Worten vor dem Vormarsch der Taliban auf dem Land.
Die 48-Jährige blickt kurz aus dem Fenster, wo dicke Schneeflocken vorbei treiben."So viele ,Experten' sprechen über uns und unser Land. Seit Jahren. Aber Expertisen aus erster Hand bekommen sie von uns."Es gab im afghanischen Parlament eine Frauenquote, der Anteil weiblicher Abgeordneter war fast so hoch wie im deutschen Bundestag: beinahe 30 Prozent. Engagierte Politikerinnen waren regelmäßig im Fernsehen zu sehen.
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