Das Heimspiel gegen den FC Augsburg sollte für den 1. FC Union Berlin die Trendwende im Abstiegskampf einläuten. Stattdessen folgte der nächste Rückschlag.
Das Heimspiel gegen den FC Augsburg sollte für den 1. FC Union Berlin die Trendwende im Abstiegskampf einläuten. Stattdessen folgte der nächste Rückschlag.beim 0:2 gegen den FC Augsburg. Wie schon in Heidenheim tut sich kein Profi der Eisernen positiv hervor.
Die ausführliche Einzelkritik!Es brauchte nicht viel, um an diesem Abend bester Unioner zu sein. Doekhi hat zwar auch schon sicherer performt, leistete sich aber zumindest keinen ganz groben Fehler.Viertes Spiel im Union-Trikot, vierte Niederlage. Der Schlussmann hielt früh gegen den in spitzem Winkel vor ihm auftauchenden Essende , bei den Gegentoren war er schuldlos. Besonders mit Ball am Fuß merkte man aber auch ihm die Verunsicherung an.Er verlieh der Defensive nach seiner Hereinnahme zur Pause etwas mehr Stabilität, allerdings spielten die Gäste auch nicht zwingend auf einen möglichen dritten Treffer.Über seine rechte Seite war Augsburg nicht ganz so gefährlich, nach vorne konnte der Kapitän aber auch nicht für Gefahr sorgen. Seine Hereingaben fanden nie einen Abnehmer.Der Routinier kehrte zurück in die Anfangsformation, war auf der linken Innenverteidigerposition aber total orientierungslos. In der Dreierkette kann er seine Stärken als „freier Mann“ ausspielen, Trainer Steffen Baumgart aber lässt lieber in der Viererkette spielen. Zur Pause musste er angeschlagen raus.Nachdem er in Heidenheim gelbgesperrt fehlte, kehrte der Vize-Kapitän in die Anfangsformation zurück. Beim ersten Gegentor sah er gleich zweimal schlecht aus. Erst ließ er sich einfach ausspielen, dann klärte er den Ball genau in den Fuß von Torschütze Claude-Maurice.Es grenzte an Arbeitsverweigerung, wie der Franzose beim zweiten Gegentor in Richtung des eigenen Tores trabte und damit defensiv unbrauchbar war. Vorne hatte er eine auffällige Situation, als Augsburg-Torhüter Dahmen seinen Schuss im kurzen Eck hielt .Das Eigengewächs war im Dreier-Mittelfeld neben Rani Khedira und Lucas Tousart weit entfernt vor seiner Bestform. Er kam kaum in einen Zweikampf, wurde folgerichtig zur Pause ausgewechselt.Trotz seiner ganz schwachen Leistung in Heidenheim bekam er erneut das Vertrauen von Beginn an geschenkt. Der Südkoreaner stand aber wieder neben sich, in seinen beiden einzigen guten Szenen bereitete er die Chance von Hollerbach und die von Siebatcheu vor.Nach 17 Minuten hatte er die beste Chance, als er sich nach einem Vollsprint kurz vor dem gegnerischen Tor noch aufhalten ließ. In den Zweikämpfen war er diesmal überhaupt nicht durchsetzungsstark und ließ sich fast permanent den Schneid abkaufen.Dem Sommer-Zugang fehlt das Tempo, das es in der Bundesliga zwingend braucht. Seine feine Technik kommt dadurch quasi nicht zur Geltung.Es stellt sich so langsam die Frage, wo die Verantwortlichen überhaupt seine Stärken sehen. Mal spielt er rechts vorne, jetzt wurde er links hinten eingewechselt. Sportlich ist er noch überhaupt nicht in Köpenick angekommen.Als zweiter Stürmer sollte Ilic in der Schlussphase nochmal für mehr Torgefahr sorgen, das blieb allerdings ein frommer Wunsch. Der Serbe fiel nur zweimal durch recht ungeschickte Fouls in der gegnerischen Hälfte auf. In der Nachspielzeit zielte er aus aussichtsreicher Position links vorbei, da glaubte ohnehin niemand mehr so richtig an einen Punktgewinn.Bei seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Saison konnte einem der Linksverteidiger leidtun. Beide Gegentore fielen über seine Seite, besonders beim zwischenzeitlichen 0:2 sah Roussillon ganz schlecht aus. Völlig entkräftet musste er nach einer Stunde runter.Nahezu unsichtbar lief das Spiel an ihm vorbei. Wenn er mal einen Fuß oder den Kopf an das Spielgerät bekam, entstand dadurch zunächst keine Gefahr für das Gästetor. Dreißig Sekunden nach dem Seitenwechsel hätte er aber zwingend den Anschlusstreffer erzielen müssen, scheiterte aber freistehend mit seinem Schuss an der Latte. Da noch von Pech zu schreiben würde das Problem nicht treffen.
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